Sonntag, 11. Juni 2006
Harte Währung Deutsch-Mark
Wie oft hat man das schon gehört: Leute renovieren oder misten ihre Wohnung aus. Ebenfalls mögliche Anläße sind das Auflösen eines Hausstandes nach Todesfall oder ganz banal ein Umzug. Und irgendwo ganz versteckt, längst vergessen findet man nun zufällig Geld. Und zwar nicht irgendwelches. Nein, die Jahrzehntelang heiß geliebete Deutsche Mark taucht plötzlich hinter einem Schrank, unterm Bett oder sonstwo überaschenderweise wieder auf.
So etwas kennt man vom Hörensagen, oder ließt es im Falle eines außergewöhnlich hohen Fundes im Lokalteil der Tageszeitung. Und irgendwie kommt man nicht umhin, diese Geldfinder zu belächeln. Wer ist bitteschön so verschroben und versteckt sein Geld, daß er es erst Jahre später wieder findet?!?
Daß man selbst einmal fündig werden könnte, hält man schlichtweg für ausgeschlöossen. Man lebt ja schließlich in im wörtlichsten Sinne geordneten Verhältnissen.
Nun muß ich bekennen: Seit letzer Woche gehöre ich auch zu diesen verschrobenen Geldfinderleuten. Bei Renovierungsarbeiten in den eigenen vier Wänden, tauchte ein lange nicht mehr gesichteter, aber auch wenig vermisster Brustbeutel auf. Inhalt: Über 70 Deutsche Mark.
Gut, ich werde fortab nie mehr über diese Geldfinderleute lachen. Denn, wer im Glashaus sitzt... Nun bleibt aber herauszufinden, wo man die gute alte Währung gegen teuerungswütiges europäisches Geld eintauschen kann. Freunde meinten. Nur direkt bei der Bundeszentralbank. Andere wiederum vermuten, daß auch die Landeszentralbank noch zurücknimmt. Wir werden sehen. Genaueres in nicht absehbarer Zeit hier.

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