Donnerstag, 11. Mai 2006
Blindschiss
n8aktiv, 16:22h
Ich stand unter Druck. Unter doppeltem Druck sogar. Zum einen war die Zeit knapp, mein Literatur Hauptseminar wartete. Zum anderen verspürte ich natürlichste menschliche Bedürfnisse dringendster Art. Als ich von Hektik getrieben gedanklich bereits im Seminarraum weilend den weiß gekachelten fensterlosen Raum betrat, stand ich jedoch plötzlich im Dunkeln. Die Tür hatte ich bereits hinter mir geschlossen und den Lichtschalter betätigt. Beides, ohne es bewusst zu wahrzunehmen. Es war quasi ein flüssiger Ablauf. Doch dann stockte ich. Etwas fehlte. Unschwer war zu realisieren, was: Licht.
Es war stockdunkel. Ich konnte nicht einmal die vielzitierte Hand vor den Augen erkennen. Lediglich der kleine Lichtspalt unter der Tür ermöglichte Orientierung. Im Dunkeln tatstete ich nach dem Schalter. Ich betätigte ihn erneut. Dann wartete ich gespannt darauf, dass sich etwas tat und der Raum sich erleuchtete. Vergebens. Drei weitere Versuche erzielten das selbe Ergebnis. Verdammt! Ich öffnete die Tür und trat in den Flur. So ein Mist! Was konnte die Ursache für die nicht funktionierende Lichtquelle sein? Eine kaputte Neonröhre? Die Sicherung? In meinem Zimmer war Strom vorhanden, was das immer noch dudelnde Radio bestätigte. Also wo war der Sicherungskasten? Ich musste mir eingestehen, dass ich als Neuling in dieser WG leider noch keine Ahnung hatte. Das drängende Gefühl in der Unterleibsgegend nötigte mich unterdessen weiter. Ein Blick auf die Uhr bestätigte den akuten Zeitmangel. Für das Kontaktieren des Hausmeisters blieb also keine Zeit mehr. Ich grübelte nach und fand auch gleich eine Lösung – wenn auch eine recht unorthodoxe. Kurz zögerte ich. Ach, was solls. Ungewöhnliche Situationen erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Und schon verschwand ich mit Feuerzeug und Kerze bewaffnet in der Toilette, um mich meiner dringenden Bedürfnisse hinzugeben.
Es war stockdunkel. Ich konnte nicht einmal die vielzitierte Hand vor den Augen erkennen. Lediglich der kleine Lichtspalt unter der Tür ermöglichte Orientierung. Im Dunkeln tatstete ich nach dem Schalter. Ich betätigte ihn erneut. Dann wartete ich gespannt darauf, dass sich etwas tat und der Raum sich erleuchtete. Vergebens. Drei weitere Versuche erzielten das selbe Ergebnis. Verdammt! Ich öffnete die Tür und trat in den Flur. So ein Mist! Was konnte die Ursache für die nicht funktionierende Lichtquelle sein? Eine kaputte Neonröhre? Die Sicherung? In meinem Zimmer war Strom vorhanden, was das immer noch dudelnde Radio bestätigte. Also wo war der Sicherungskasten? Ich musste mir eingestehen, dass ich als Neuling in dieser WG leider noch keine Ahnung hatte. Das drängende Gefühl in der Unterleibsgegend nötigte mich unterdessen weiter. Ein Blick auf die Uhr bestätigte den akuten Zeitmangel. Für das Kontaktieren des Hausmeisters blieb also keine Zeit mehr. Ich grübelte nach und fand auch gleich eine Lösung – wenn auch eine recht unorthodoxe. Kurz zögerte ich. Ach, was solls. Ungewöhnliche Situationen erfordern ungewöhnliche Maßnahmen. Und schon verschwand ich mit Feuerzeug und Kerze bewaffnet in der Toilette, um mich meiner dringenden Bedürfnisse hinzugeben.
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